Astigmatische Einstärkengläser
Ein astigmatisches Brillenglas erkennt man rein äusserlich schon daran, dass es immer in zwei senkrecht zu einander stehenden Richtungen verschiedene Randdicken hat.
Diese Stellen kennzeichnen die beiden Hauptschnittsrichtungen. Betrachtet man durch ein torisches Glas ein Strichkreuz bei einer halben Umdrehung , so erkennt man eine mitläufige und eine gegenläufige Bildbewegung. Ist die torische Fläche aussen angeschliffen, spricht man von einem Aussentorus.
Sind beide Flächenkrümmungen des Brillenglases konkav, so spricht man von einem Innentorus. Aus den beiden Hauptschnittbrechwerten eines torischen Glases können zwei sphäro-zylindrische Kombinationen gebildet werden. Es ergibt sich immer eine Kombination mit einem Plus- und eine mit einem Minuszylinder. Beide Kombinationen sind jedoch in ihren Wirkungen gleich, da sie gleiche Hauptschnittsbrechwerte aufweisen.

Abbildungsfehler beim Brillenglas

Ist die astigmatische Differenz bei korrigiertem Zweischalenfehlern für alle schiefe Bündel gleich Null, so bleibt noch eine gekrümmte Bildfläche für punktscharfe Abbildungen übrig. Diese Abweichung von der Bildebene werden Bildfeldwölbung genannt.

Woran erkennt man rein äusserlich ein torisches Brillenglas?

Astigmatische Gläser: Sie kennzeichnen die dioptrische Wirkung in den beiden Hauptschnitten.

Torische Gläser: Sie kennzeichnen die Form der Fläche, also die unterschiedlichenKrümmungen.